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Gehalt

Pflegefachkräfte Gehalt im Fokus: Was verdienen Altenpfleger und Krankenpfleger wirklich?

In Deutschland, wo das Gesundheitssystem zu den besten der Welt zählt, sind Pflegekräfte die Helden des Alltags. Ihre Arbeit, geprägt von Empathie und Fachkenntnis, trägt maßgeblich zur Lebensqualität vieler bei. Die Anerkennung für Pflegeberufe wächst stetig, und mit ihr auch die Gehaltsaussichten und Aufstiegsmöglichkeiten. Der Pflegebereich bietet nicht nur eine lohnenswerte und sinnstiftende Tätigkeit, sondern auch immer bessere Konditionen und Perspektiven für alle, die sich dieser bedeutenden Aufgabe widmen möchten. Doch zeigt sich das auch im Pflegefachkräfte Gehalt? Wie hoch ist das Durchschnittsgehalt einer Pflegekraft? Und wie steht es um das Gehalt einer examinierten Pflegekraft im Vergleich zu einem Pflegehelfer ohne Ausbildung? In diesem Artikel klären wir die wichtigsten Fragen zum Thema Pflegefachkräfte Gehalt.

Pflegekraft von hinten auf einem hellen Klinikflur
Symbolbild, KI-generiert

Was ist das Durchschnittsgehalt einer Pflegefachkraft?

Das durchschnittliche Gehalt einer Pflegekraft in Deutschland lässt sich nicht pauschal festlegen, da es erheblichen Schwankungen unterliegt. Der Durchschnittsverdienst variiert stark, abhängig von verschiedenen Faktoren wie z.B. der Branche. So unterscheidet sich das Altenpfleger Gehalt beispielsweise vom Krankenpfleger Gehalt. Ebenso spielt der Ausbildungsgrad eine Rolle, wodurch ein Pflegehelfer ohne Ausbildung schlechter verdient als eine examinierte Pflegefachkraft.

Aber auch das Bundesland kann eine entscheidende Rolle in Bezug auf das Gehalt spielen. So fällt das Gehalt von Pflegefachkräften in Ostdeutschland oft noch geringer aus als in Westdeutschland. Ebenso fallen Pflegefachkräfte Gehälter in besonders fordernden Bereichen oft besser aus, aber auch Schicht- und Nachtdienst kann die Gehälter steigern.

Im Folgenden werden wir uns daher konkreter mit dem Pflegefachkräfte Gehalt der bedeutendsten Pflegebereiche in Deutschland beschäftigen, um einen tieferen Einblick in die spezifischen Verdienstmöglichkeiten zu geben.

Altenpfleger Gehalt

Das Altenpfleger Gehalt beträgt im Monat zwischen 3.983 und 4.886 € brutto, ausgehend von einer Vollzeitstelle. Während sich das Gehalt für examinierte Pflegefachkräfte in einem ähnlichen Rahmen bewegt, können Pflegehelfer ohne Ausbildung mit einem geringeren Einkommen rechnen, wobei das Durchschnittsgehalt für Pflegekräfte in der Regel je nach Region und Träger variiert. Als Berufseinsteiger muss man mit einem Einstiegsgehalt von ca. 4.086 € rechnen.

Krankenpfleger Gehalt

Das Gehalt eines Krankenpflegers kann bei einer Vollzeitstelle mit einem Bruttomonatsgehalt von ca. 4.111 bis 5.116 € rechnen, womit es noch über dem Altenpfleger Gehalt liegt. Das Einstiegsgehalt einer examinierten Pflegefachkraft in der Krankenpflege beträgt dabei ca. 4.288 €.

Kinderpfleger Gehalt

Das Durchschnittsgehalt des Kinderpflegers liegt zwischen 3.851 € und 4.914 € brutto im Monat und fällt damit von allen Pflegeberufen am schlechtesten aus. Ebenso verhältnismäßig niedrig kann das Einstiegsgehalt bei 3.913 € liegen.

Heilerziehungspfleger Gehalt

In Bezug auf Gehalt bildet der Beruf des Heilerziehungspfleger die goldene Mitte und liegt noch unter dem Krankenpfleger allerdings über dem Altenpflegergehalt. Es kann als voll ausgebildeter Heilerziehungspfleger mit einem Brutto Monatsgehalt von 4.052 € bis 5.081 € gerechnet werden. Das Einstiegsgehalt einer examinierten Pflegefachkraft in der Heilerziehungspflege liegt dafür eher im Durchschnitt und beträgt dabei ca. 4.049 €.

Anästhesie- und Intensivpflege Gehalt

Das beste Pflegefachkräfte Gehalt in besonders fordernden Bereichen wie der Anästhesie und der Intensivpflege. Im Durchschnitt kann mit einem Gehalt von 4.379 bis 5.760 € im Monat gerechnet werden. Das Einstiegsgehalt einer examinierten Pflegekraft geht im Bereich Anästhesie- und Intensivpflege geht dabei bei ca. 4.302 € los.

Quelle der Gehälter in diesem Abschnitt: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Stand Juli 2026 (Daten für 2025), brutto im Monat in Vollzeit. Die Spanne zeigt die mittlere Hälfte der Beschäftigten: Ein Viertel verdient weniger, ein Viertel mehr. Das Einstiegsgehalt ist der Median der Beschäftigten unter 25 Jahren. Die Bundesagentur führt die Anästhesie- und Intensivpflege in der Gruppe Fachkrankenpflege, Heilerziehungspfleger in der Gruppe Heilerziehungspflege und Sonderpädagogik und Kinderpfleger in der Gruppe Kinderbetreuung und -erziehung, in der bis zur Umstellung aller Meldungen auch noch Erzieher gezählt werden. In ihren eigenen Berichten nennt die Bundesagentur für Kinderpfleger deshalb keine eigenen Entgelte.

Wie hoch ist das Ausbildungsgehalt in der Pflegeausbildung?

Die Einführung der generalistischen Pflegeausbildung brachte nicht nur die Zusammenführung und Vereinheitlichung der Alten- und Krankenpflegeausbildung mit sich, sondern auch ein einheitliches Ausbildungsgehalt. Auszubildende werden nun, insofern sie nicht in privaten Schulen bzw. Einrichtungen untergebracht sind, tarifgebunden bezahlt, der folgendermaßen ausfällt:

  1. Ausbildungsjahr ca. 1.491 €
  2. Ausbildungsjahr ca. 1.552 €
  3. Ausbildungsjahr ca. 1.653 €

Quelle: Tarifvertrag für Auszubildende des öffentlichen Dienstes (TVAöD), Besonderer Teil Pflege, § 8, Beträge ab 1. Mai 2026.

Um bessere Gehaltschancen im späteren Berufsleben zu erreichen, ist eine Pflegefachkräfte Ausbildung auf jeden Fall ein entscheidender Faktor. Abgesehen von der Kranken- und Altenpflegeausbildung kann das monatliche Gehalt je doch nach wie vor sehr unterschiedlich ausfallen.

Was ist der Unterschied zwischen dem Pflegehilfs- und Pflegefachkräfte Gehalt?

Pflegehilfskräfte benötigen für ihre Arbeit keinen bestimmten Schulabschluss oder Ausbildung und dürfen daher auch keine Behandlungspflege, also medizinische, von Ärzten verordneten Aufgaben übernehmen. Eine ungelernte Pflegehilfskraft übernimmt viele Aufgaben, die mit der täglichen Pflege wie Essen, Trinken oder Körperpflege zu tun haben.

Das Gehalt eines Pflegehelfers ohne Ausbildung fällt demnach auch geringer aus als das Gehalt einer examinierten Pflegefachkraft. Auch hier weichen die Zahlen des Durchschnittsgehalt einer Pflegekraft oft stark voneinander ab. Grob lässt sich jedoch sagen, dass ein Gehaltsunterschied von ca. 1.000 bis 1.100 € im Monat entsteht. Das ist der Abstand der Mediane von Fach- und Hilfskräften in der Kranken- und in der Altenpflege, Quelle: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Stand Juli 2026 (Daten für 2025).

Welche Vorteile bringt die Tarifpflicht?

Die seit dem 1. September 2022 geltende Tarifpflicht sorgt für verbesserte Löhne im Pflegebereich: Pflegeeinrichtungen bekommen einen Versorgungsvertrag mit den Pflegekassen nur noch, wenn sie ihre Pflege- und Betreuungskräfte nach Tarif oder mindestens in Tarifhöhe bezahlen (§ 72 Abs. 3a und 3b SGB XI). Dabei gibt Unterschiede zwischen öffentlichen und privaten Einrichtungen in ihren Tarifverträgen. Bezüglich des Gehalts liegen private Träger mit dem DRK-Tarif vorn, dicht gefolgt vom TVöD. Das Pflegefachkräfte Gehalt kann sich durch tarifliche Stufen, Weiterbildungen und das Übernehmen von Führungsaufgaben steigern.

Pflegeberufe und KI: was das für Ihr Gehalt bedeutet

Ob KI Pflegekräfte ersetzt und damit auf die Löhne drückt, lässt sich nicht direkt messen. Einen Anhaltspunkt gibt der Job-Futuromat des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Er zeigt, welcher Anteil der Kerntätigkeiten eines Berufs sich mit der Technik von 2022 vollautomatisch erledigen ließe. Für die Berufe aus unserer Gehaltsübersicht sind die Werte niedrig:

Was davon betroffen ist

Als automatisierbar gelten in der Pflege vor allem die Pflegedokumentation, die Krankenhaushygiene und die Arbeit mit Krankenhausinformationssystemen. Grundpflege, Behandlungspflege und die Betreuung von Patienten gelten im Futuromat als nicht automatisierbar. Das IAB schreibt außerdem im Kurzbericht 5/2024, dass in der Pflege vieles, was technisch möglich wäre, wegen ethischer Abwägungen häufig nicht automatisiert wird.

Was für Ihr Gehalt zählt

Der Bedarf an Pflegekräften wächst. Laut Statistischem Bundesamt steigt er von 1,62 Millionen im Jahr 2019 auf voraussichtlich 2,15 Millionen im Jahr 2049. Bis dahin könnten zwischen 280.000 und 690.000 Pflegekräfte fehlen. Das ist eine Vorausberechnung unter Annahmen, keine Prognose.

Unsere Einschätzung: KI nimmt Pflegekräften eher Schreibarbeit ab, als dass sie Jobs ersetzt. Bei dem erwarteten Mangel sehen wir darin keinen Grund für sinkende Gehälter. Mehr verdienen Sie weiter über Tarif, Erfahrung und Zusatzqualifikation, etwa eine Fachweiterbildung in der Intensiv- und Anästhesiepflege. Wer in die Pflegedienstleitung möchte, sollte wissen: Dort liegt der Wert im Futuromat bei 50 Prozent, weil Abrechnung, Controlling und Pflegeorganisation als automatisierbar gelten. Die Leitung bleibt gefragt, ihr Alltag verändert sich aber stärker als der Alltag am Bett.

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